{"id":5472,"date":"2016-04-14T21:03:22","date_gmt":"2016-04-14T19:03:22","guid":{"rendered":"http:\/\/asbaeck.at\/?p=5472"},"modified":"2016-06-24T16:31:22","modified_gmt":"2016-06-24T14:31:22","slug":"warum-wir-es-immer-seltener-tun-und-warum-das-nicht-so-schlimm-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/asbaeck.at\/praxis\/warum-wir-es-immer-seltener-tun-und-warum-das-nicht-so-schlimm-ist\/","title":{"rendered":"Wer braucht denn noch Sex?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Warum wir es immer seltener tun &#8211; und warum das nicht so schlimm ist &#8230;.<\/strong><\/p>\n<p>Sorgen sie sich nicht \u00fcber ihr brachliegendes oder schwach ausgepr\u00e4gtes Sexualleben, J\u00f6rg Zittlau beschreibt in seinem Buch <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Wer-braucht-denn-noch-Sex\/dp\/3579070622\" target=\"_blank\">&#8222;Wer braucht denn noch Sex?&#8220;<\/a> die Gr\u00fcnde und gehr der Frage nach &#8222;Warum wir es immer seltener tun \u2013 und warum das nicht so schlimm ist&#8220;. J\u00f6rg Zittlau zitiert eine Umfrage unter 600 Jugendlichen, dort behauptete mehr als die H\u00e4lfte, sie w\u00fcrde eher auf Sex verzichten wollen als auf ihr Mobiltelefon.<\/p>\n<p>Das Buch listet die m\u00f6glichen Ursachen auf, z.B. der zunehmende Narzissmus, der Vormarsch der Asexuellenbewegung, die vielen \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcsse, denen Menschen heutzutage ausgesetzt sind, oder der Stress in unserer Leistungsgesellschaft. Durch die Medien und im Internet werden wir von sexuellen Anreizen \u00fcberfrachtet, aber was \u00fcberall pr\u00e4sent ist, gilt nicht mehr als erstrebenswert.<\/p>\n<p>F\u00fcr langj\u00e4hrige Lebenspartner sind Toleranz, Verst\u00e4ndnis und eine vertrauensvolle Kommunikation am wichtigsten, Sex hat nur eine untergeordnete Bedeutung. Sogar ein Beziehungskiller kann er sein, weil viele Beziehungen, die allein auf erotischer Anziehungskraft beruhen, im verflixten vierten Jahr \u2013 also nicht im siebten \u2013 in die Br\u00fcche gehen, schreibt J\u00f6rg Zittlau.<\/p>\n<p>Es ist es ja keine Neuigkeit, dass unsere Gesellschaft zunehmen &#8222;versext&#8220; ist, umso \u00fcberraschter ist es, dass es offenbar immer mehr Menschen gibt, die gar keine Lust mehr auf diesen Sex Hype versp\u00fcren. Es traut sich anscheinend nur keiner es auszusprechen, jedenfalls besagt dieses Buch das, und ich finde es fast schon erschreckend, dass viele Menschen, und zwar Frauen UND M\u00e4nner, unter diesem st\u00e4ndigen Sex Druck leiden, aber dennoch schaffen es die wenigstens entspannt mit diesem Thema umzugehen. Als typischer Ratgeber bietet das Buch keine wissenschaftliche Analyse der Gr\u00fcnde, warum der Mensch die Lust verliert. Aber es steckt voller Witz und ist klar und verst\u00e4ndlich geschrieben. <\/p>\n<p>Die Quintessenz lautet, lassen sie sich kein schlechtes Gewissen einreden, wenn die Lust nachl\u00e4sst, es gilt mit Achtsamkeit Sex ohne Druck zu genie\u00dfen, ganz im Sinne von Epikur, der empfiehlt, eine Lust zu befriedigen, sie aber auf keinen Fall weiter anzustacheln.<\/p>\n<p style=\"font-size:7pt;\">\nJ\u00f6rg Zittlau wurde 1960 in D\u00fcsseldorf geboren, wo er auch Philosophie, Soziologie, Biologie und Sport(mit Schwerpunkt Sportmedizin) studierte. Mit seiner satirischen Studentenzeitschrift sammelte er nicht unbedingt Pluspunkte beim Hochschulpersonal, aber man promovierte ihn trotzdem zum Dr.phil. Nach sechs Jahren in Lehre und Forschung wechselte er zum Journalismus, um Wissenschaft durch Humor und konkreten Alltagsbezug einem gr\u00f6\u00dferen Publikum nahezubringen. Seine B\u00fccher wurden mittlerweile in insgesamt 19 Sprachen \u00fcbersetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum wir es immer seltener tun &#8211; und warum das nicht so schlimm ist &#8230;.<br \/>\nSorgen sie sich nicht \u00fcber ihr brachliegendes oder schwach ausgepr\u00e4gtes Sexualleben, J\u00f6rg Zittlau beschreibt in seinem Buch &#8222;Wer braucht denn noch Sex?&#8220; die Gr\u00fcnde und gehr der Frage nach &#8222;Warum wir es immer seltener tun \u2013 und warum das nicht so schlimm ist&#8220;. 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